Die Geschichte des Christbaums und des Christbaumschmucks

Einführung

Die Vor- und Brauchtumsgeschichte des Weihnachts- beziehungsweise Christbaums ist sechshundert Jahre alt, seine Wurzeln erwuchsen aus den heidnischen Festen der Sonnenwende, der langen Mittwinternacht, des magischen Aberglaubens und der Prophetie überhaupt. Der grüne Zweig war bereits in der Antike ein Symbol für Vegetation und Fruchtbarkeit. Heute ist christliches Weihnachten mitsamt der biblischen Geschichte von der Geburt des Erlösers Jesus Christus sowie mit seinen weihnachtlichen Bräuchen weltweit verbreitet, es wirkt eingelebt, als existierte es seit jeher.

Der hervorstechendste Brauch ist der Weihnachtsbaum beziehungsweise Christbaum für den geschmückten Nadelbaum anlässlich der Feier Christi Geburt zum Jahresende; der Be­griff „Christbaum“ entstammt dem Oberdeutschen und Österreichischen, er ist inzwischen im gesamten deutschen Sprachraum gebräuchlich.

Mit dem Christentum sind die Entwicklungsstufen des Weihnachtsbaumes beziehungsweise des „-bäumchens“ jedoch nicht identisch. Die Kirchen haben sich seiner Entwicklung nachweislich widersetzt, sie bemühten sich bereits früh, Baum und Bäumchen aus dem Familiären herauszudrängen, sie lehnten sie auch noch nach der Reformation im 16. Jahrhundert ab. Ähnlich erging es den Weihnachtskrippen, im Tschechischen „Betlémy“ (Bethlehems) ge­nannt. Erst seit 120 Jahren erschienen Weihnachtsbäume an den Altären, zunächst bei den Protestanten, später auch in katholischen Kirchen. Das Heilige und Verspielte, das Christliche und das Heidnische, das Alt- und das Neumodische, das Dörfliche und das Städtische, das Kultartige und das Konsumverhaftete, alles dies trug dazu bei, dem „Bescherungsabend“ zu einer Familienfeier für das Kind zu gestalten, eine Familienfeier für das Kind, erfüllt von Geschenken zur Geburt des kleinen Jesuleins. Die Geschenke erinnerten an die Gaben der heiligen drei Könige für das neugeborene Jesulein – zeitlich entspricht dies den römischen Feiern für den Gott Saturn, wobei Diener, Sklaven und Beamte beschenkt wurden.

Zwischen dem 3. und 4. Jahrhundert legte Kaiser Theodosius die Geburt Christi auf den 25. Dezember fest. Ein Jahrhundert später wurde Christi Geburt zu einem Kirchenfest, zur Heiligen Nacht; aus diesen „geweihten“ langen Nächten bildete sich auch das tschechische Wort „vánoce“ (Weihnachten) heraus. Die Vorläufer des Weihnachtsbaumes und seiner frühen Entwicklungsphasen erwuchsen in den unterschiedlichsten Gegenden Europas. Sie durchliefen mannigfaltige Veränderungen, sie vermischten sich mit regionalen Gewohnheiten und Moden. Noch heute verweisen sie auf jene Zeitläufte, in denen sich die historischen Symbole und Zeichen nach den Vorstellungen und Notwendigkeiten der sich stets neu bildenden Gesellschaft herauskristallisierten. Das Anzünden der Kerzen des Bäumchens im Kreis der Familie hinter geschlossenen Türen - als Abwehr von Konsumhysterie und des Weltlichen, Allzuweltlichen - entspringt dem Bedürfnis, in unserem hektischen Jahrhundert die familiäre Inti­mität wenigstens für einige Stunden zu wahren. Womit sie allerdings nur die illusionären Vorstellungen von Familienglück, von den Ordnungen eines Familienideals aufrechterhalten.

Auch auf öffentlichen Plätzen werden Weihnachtsbäume mit Lichtern „für alle“ aufgestellt, auf dass sie von der Nächstenliebe künden, was erstmals im Jahr 1912 auf dem Madison-Square in New York stattfand.

Unsere geschichtlichen Aufzeichnungen des Weihnachts- bzw. Christbaums sowie des Christbaumschmucks gründen in der Art und Weise des Weihnachten- und Christkindfeierns seit drei Jahrzehnten in unserer Familie und dem Sammeln von Originalen und Nachbildungen des Spielzeugs bei der Bescherung für die kleinen Lieblinge.

Tableau 1

Eintritt des Christbaums in die Geschichte

Der grüne Zweig im Schnabel der Taube war Symbol für erneuertes Leben bereits seit der alttestamentarischen Sintflut und Arche Noah, der Zweig war zusammen mit dem Lorbeer ein Symbol für Werden und Wachsen, für Sein und Fruchtbarkeit in seit der Zeit der Antike – Symbol somit und auch für den Beginn eines „neuen Lebens“ in Beziehung zu Neujahr.

Über die uralten Heidenbräuche, die Haus, Hof und deren Bewohner vor verschiedenen Gefahren durch das Einholen grüner „Winter- oder Weihnachts-Maien“ bewahrten, erfahren wir bereits aus Notaten in mittelalterlichen Chroniken. Abergläubische Landleute stellten in ihren Stuben Nadelholzreisig auf, flochten Reiser zusammen, die sie an Balken in Haus und Stall befestigten. Auch die Nadeln von Eibe, Wacholder und Stechpalme mit ihren Stacheln sollten vermittels magischer Kräfte und Zeichen den Bewohnern von Haus und Hof helfen, Furcht und Angst vor Kälte und Dunkelheit langer Nächte zu verscheuchen und die Sonnenwende zu beschwören.

Das Immergrüne in der Vegetation war in der volkstümlichen Vorstellung unlösbar mit der Sonne verbunden, deren Glanz, bildlich golden dargestellte, man als hilfreiches Geschenk empfand. Auch Kerzenlicht entsprach solcherart den alten heidnischen Vorstellungen. Es hatte bei Dunkelheit die bösen Geister und Dämonen zu behüten, es hatte vor Krankheiten zu bewahren und Hexen zu verjagen, es sollte Blitz, Donner und Hagel fernhalten.

An der Wiege des Weihnachtsbaums spielten auch die mittelalterlichen liturgischen „Paradiesbaum“-Spiele eine gewisse Rolle, geschmückt mit polierten Äpfelchen, die damals in ihrer biblischen Bedeutung verbotener Früchte zu mahnen hatten.

Tableau 2

Vorgeschichte des Christbaums

Die frühesten Vermerke eines „wirklichen“ geschmückten Bäumchens außerhalb der liturgischen Szenerie stammen aus dem Jahr 1419. In Freiburg im Breisgau, im Schwarzwald zwischen Basel und Straßburg, hatte die Bruderschaft der Bäckerlehrlinge ihr Weihnachtsbäumchen mit Lebkuchen, Äpfeln, vergoldeter Lametta, gefärbten Nüssen sowie mit „Gutsle“ behängt, die sie an Neujahr miteinander herabschüttelten.

Kerzenlichter begleiten den Menschen in gewissem Maße seelisch von der Wiege bis zur Bahre, bei Taufe, Firmung und Konfirmation, auf dem Sterbebett und am Grab. Immer öfter tauchten Bäumchen mit Kerzen auf. Es verwundert nicht, dass solche heidnische Aberglauben Bräuche den Unwillen und die Kritik der Kirche und der Obrigkeit hervorriefen. Im Jahr 1508 wurden die Weihnachtsmaien und ihre Ringsumtänze verboten.

1510 wurden in Riga und 1514 in Reval, heute Tallin, angeblich Bäumchen geschmückt, bei denen an Feuern Jünglinge mit Mädchen tanzten. 1525 gab in Salzburg die Obrigkeit ein Verbot des „Fällens von Weihnachtsgrün“ heraus. 1535 kam es in Straßburg zu einem organisierten Verkauf von Weihnachtsbäumchen, wobei die Ware, beginnend von Tännchen und Eibe über Stechpalme bis Buchsbaum, mit „Nachfrage ausreichend“ vermerkt war. 1570 ist im Gildenbuch der Bremer Handwerker eine „Datteltanne“ erwähnt, geschmückt mit Äpfeln, Nüssen, Datteln, Brezeln und Papierblumen, aufgestellt in einem Gemeinschaftsraum zum Abpflücken durch Kinder. 1597 schmückten Basler Schneiderlehrlinge „zum Plündern“ einen grünen Baum mit Äpfeln und Käse. Und noch vor Ende jenes Jahrhunderts hing man im Elsaß den Maien Äpfel zusammen mit Oblaten in Hostienform an, die Kinder an Dreikönig pflücken durften. 1605 lesen wir von Rosen aus farbigem Papier und süßen Bäcker- und Konditorerzeugnissen. Kerzen gehören hier schon ständig dazu. Die Bäumchen wurden auf altar­ähn­lich zusammengerückte Tische gestellt, unter denen die Geschenke lagen: neue Kleider, Silberzeug, Puppen und anderes Spielzeug, Süßigkeiten und alles mögliche sonst. 1642 fand in protestantischen Gilden das Weihnachtsbäumchen (trotz wiederholter kirchlicher und obrigkeitlicher Kritik) endgültigen Eingang in die Familien.

Tableau 3

Die fünf Adventfeiertage

Die vier Wochen der Adventszeit sollten seit dem 7. Jahrhundert die viertausend Jahre symbolisieren, die die damalige Menschheit gemäß kirchlicher Vorstellungen auf den Erlöser zu warten hatte. Vier Wochen waren auch der Zeitraum, den die alte, ursprüngliche Kirche als Adventsfaste bestimmte, es war eine Art Keil aus Stille mit beschränkter Nahrungsaufnahme und eingeschränkter Geselligkeiten unserer Vorfahren. An den ersten zwei Adventssonntagen schwiegen die Kirchenglocken.

Nach heidnischen Gewohnheiten waren die vier Dezemberwochen eine Zeit des Schutzes von Haus, Leib und Seele, vor Beschwörungen, winterlichen Dämonen, unfreundlichen langen Nächten und vor „Aufstand des Sonnenlichtes und der Fruchtbarkeit“. Noch bis ins 19. Jahrhundert gab es bei uns ein Aufblitzen dieser vormaligen Gewohnheiten, beim Fasten, bei Feierlichkeiten und Prozessionen: Bocksmasken, Pferdchen und verschiedene Figuren, die an fastenzeitliche Typen erinnern.

Der 30. November ist der Tag des Heiligen Andreas. Dieser erste Feiertag im Weihnachts­zyklus war der wichtigste Weissagungstag neben dem Heiligen Abend. Es wurde Blei oder Eiweiß in kochendes Wasser gegossen, es wurden Holzscheite gezählt, es wurde Schuhe geworfen, um Mitternacht wurde mit (polotem???) geschüttelt, und es wurde an die Geflügel- und Schweinestall geklopft, auf ein Echo wartend. Magische Weissagungen betrafen im Volks­glauben Krieg, Krankheit, Besitztum und Tod, am häufigsten jedoch die Verheiratung von Frauen. Im (Podluží???) sammelten Mädchen den Morgentau, bereiteten ihn zum Sauerteig und buken daraus an der Sonne kleine Fladen, um die Dächer vor Feuer zu schützen.

Der 4. Dezember ist Feiertag der Heiligen Barbara. In Mitteleuropa und auf dem tschechischen Land wird der Brauch des Umgangs geheimnisvoller Barbaras bis heute geübt. Als Gesichtsmasken reichten Mehl, ein Stoffstück oder ein Spitzendeckchen. „...Gelöstes oder übergeworfenes Haar, auf dem Kopf ein Kränzlein, in jeder Hand eine Rute zur Auszahlung böser Kinder, in der anderen Hand ein Körbchen mit Äpfeln und Nüssen für die Bescherung.“ Oftmals kam mit der Barbara ein Engel zu den Kindern. Es hieß, vor Sankt Peter lässt die Heilige Barbara Leitern aus dem Himmel herunter, anderswo heißt es, Barbara sitze hinterm Kamin. Die Kinder mussten niederknien und laut beten. Mancherorts gab es regelrechte Barbara-Züge, andernorts wurden sie vom Teufel mit einer Ziege begleitet, nicht selten schlossen sich ihnen Maskierte an: „Schimmel, Perchten, Gäule und Stuten.“

Der 6. Dezember ist der Festtag des Heiligen Nikolaus, dem tausende Kirchen geweiht sind. Seit dem Mittelalter ist er der bekannteste Heilige, an dessen vorgebliches bischöfliches Leben sich viele Legenden knüpfen. Zu den Kindern kommt er am 5. Dezember abends, auch noch am 6. Dezember, in einem weißen Bischofsgewand mit Hirtenstab und silberner Rute, begleitet von einem Engels oder einem Teufels, mitunter reitet er auf einem Pferd an. Viel früher gingen zwei Nikolause miteinander, manchmal zugweise: junge Männer, gekleidet in Husaren-Paradeuniformen, gehöht mit Papier-Epauletten und bewaffnet mit einem Säbel begleiteten sie, mitunter waren es auch Jungmänner, verkleidet als Damen mit Hut und langen Straußenfedern, denen zwei Jäger folgten, denen wiederum auf dem Fuße Türken in Turbans oder als Mohren verkleidete Jünglinge folgten. Ein Verbindungsmann war als Bischof mit Bischofsmütze aus Goldpapier und einem Rock aus Tischtuch ausgerüstet, Buben stellten Engel dar. Einer von ihnen trug eine Geldkasse, ein Zweiter einen Korb mit Nüssen, Süßigkeiten und auch einer Rute. Es fehlten sogar Jungmänner nicht, die Reiter, Trompeter und Heiducken darstellten. Třísňáci (???) hatten Leinenbekleidungen mit verschiedenfarbigen Troddeln darauf und mit Karbatschen in den Händen, es fehlten aber außerdem Juden, Kaminkehrer mit weißer Mütze, buntscheckige Bauern und Bäuerinnen sowie Ausstopfungen nicht – eine Totenfrau im Hemd mit aufgepinselten schwarzen Rippen. An der Schulter hatte sie eine Holzsense mit Wetzstein hängen, ebenso einen hölzernen Wetzstein, mit den Fingern dem Landwirt zeigend, wie lange er noch leben würde.

Bevor der Nikolaus gekommen war und die Kinder sowie das Gesinde nach ihrem Verhalten befragt und zum Gebet aufgefordert und an sie die Geschenke verteilt hatte, hatten sich ge­meinhin in der großen Stube so viele Menschen, auch Musikanten eingefunden, sodass man sich in dem Raum nicht rühren konnte. Der Teufel, mitunter von einem Bär begleitet, fand unfolgsame Kinder auch dann, wenn sie sich unterm Tisch versteckt hatten. Nicht selten nahm er eines mit, und zwar zur Abschreckung oder zum Gaudium. Auf althergebrachte Weise erhielten die Kinder ihre Geschenke, darunter aus Äpfeln gefertigte Pyramiden, getrocknete Pflaumen, anderes Trockenobst und einen Buchsbaum mit „Gärtchen“ beziehungsweise „Welt“ ringsum, was rote Äpfelchen mit einem Paradiesgarten rundherum waren, welch alles man auf einem Nikolausmarkt erstehen konnte. Wo der Heilige Nikolaus nicht hinkam, stellten die Kinder Teller in die Fenster oder ihre Schühchen vor die Kachelöfen, auf dass sie vom Heiligen Nikolaus gefüllt würden.

Der 7. Dezember galt dem Heiligen Ambrosius, gekleidet in ein langes Nachthemd und angetan mit einer Spitzmütze sowie einer angehefteten Halskrause, so hoch, dass sie sein Gesicht unkenntlich machte. Er jagte in der Dämmerung die Dorfkinder um die Kirche herum, traktierte sie mit einer papierenen Rute und warf Süßigkeiten unter sie.

Der 13. Dezember war der Heiligen Lucia gewidmet, gemäß Volksglauben eine Beschützerin vor Hexen und Patronin der Spinnerinnen. Mit einer Rute, an manchen Orten mit einem langen Messer ausgestattet, verlangte sie von den Kindern Fasten- und Arbeitswilligkeit, unfolgsame Kinder werde sie in ihren Bauch stecken. Anderswo legten an Lucia bis zu sechs Mädchen weiße Kleider und Gesichtsschleier an, um nicht erkannt zu werden. Nicht selten bliesen sie mit nassem Gesicht so lange ins Mehl, bis sie unkenntlich waren.

Ein altes Sprichwort besagte: „Svatá Lucie noci upije“ (die Heilige Lucia schlürft die Nächte kurz), was bedeutet, dass sich der kürzeste Wintertag nunmehr verlängern werde. In Südböhmen gingen die „Lucky“ (Lucien) von Haus zu Haus, jeweils zwei Gestalten mit riesigen Papierschnäbeln, und mit gehobenen Stimmen verkündend: „Jdu jdu, noci upiju“ (geh ich, geh ich, Nächte schlürf ich), worauf sie sich entfernten. In Mähren trägt „Luca“ (Lucia) eine Gesichtsmaske mit riesigen Rübenzähnen, auf dem Kopf einen Melkeimer, darüber eine Plane. In der Hanna sind mitunter auch verkleidete Männer als Lucien unterwegs. Auf die Türbalken über den Ställen malen sie drei Kreidekreuze, damit die Hexen keine Macht übers Vieh gewinnen. In Kojetein war statt der Lucia auch ein Žber (Aufsammler???) unterwegs, ein hochgewachsenes Wesen, gänzlich mit Werg bedeckt. Auf einem Wägelchen zog er Balge mit Werg hinter sich her. Wo man keine wohlerzogene Kinder hatte, hielt er angeblich an und drohte damit, den Boshaften den Bauch aufzuschlitzen, die Gedärme herauszuholen und stattdessen Werg hineinzutun. Die Kinder fürchteten den Žber sehr.

Lucia, abgeleitet vom lateinischen Wort Lux = Licht, galt gemäß alten Kalendern vor dem Jahr 1982 als Feier der Sonnenwende. Die schwedischen Lucien in Gestalt von Schönheitsköniginnen gewannen als Trophäen einen Kranz mit brennenden Kerzen.

Tableau 4

Weihnachtsbrauch im 17. und 18. Jahrhundert

Im 17. und 18. Jahrhundert verbreiten sich Weihnachtsbräuche und mit ihnen das „Bäumchen“ von Stadt zu Stadt, jedoch nicht auf dem Lande. Dennoch kann man sagen, dass der Weihnachts- beziehungsweise Christbaum in unserem heutigen kultur- und sozialhistorischen Verständnis zu wirken beginnt, er gewinnt eine kommunikative Aufgabe in den Familien und in verschiedenen Gesellschaftsgruppen. Weihnachten feiern wurde Mode höheren Beamten und vermögenden Bürgern, auch beim Adel bis in die Fürstenhäuser.

Im Jahr 1700 frägt ein gewisser Graf seinen Freund in einem Brief, ob er wie alljährlich in seiner Herrschaft „op Wihnachten ein Dahnenbaum“ erneut aufstellen lässt. Und im Tagebuch eines anderen Grafen bestätigt ein Eintrag, dass seine Frau zur Feier der Weihnacht drei Tännchen als Überraschung für ihn und die Kinder mit Kerzen geschmückt hatte.

Im Jahr 1748 gelangt das Bäumchen mit Auswanderern aus Europa nach Amerika.

Beschreibung zu einem Kupferstich:

Wie sich der Lichterbaum als Weihnachtsbrauch bereits etabliert hatte und wie erhaben und aufwändig er beschrieben wurde, lesen wir im Simplizianischen (???) Kalender des Jahres 1795: „...an allen Ästen und Ästchen hingen kostbare Süßigkeiten, wie Engel, Puppen, Tiere und Ähnliches, alles aus Zucker und schön mit Papierblumen harmonierend. Weiters hing da eine Menge vergoldeter Früchte aller Art ... Der ganze Baum, alle Äste und Früchte waren mit einem vergoldeten Netz und mit tausenden an Schnürchen hängenden vergoldeten Haselnüssen, die mit Girlandchen und Schleifchen versehen waren, überzogen. Zwischen allen diesen unbeschreiblichen Delikatessen strahlten unzählige Wachskerzen wie Himmelssterne ... Es schien, als ward der Baum nicht für kleine Kinder geschmückt - sondern für große Kinder.“

Tableau 5

Schlussentwicklung des Weihnachtsbaums

In der Barockzeit Böhmens festigte sich der Brauch, das „Bäumchen“ von der Decke hängen zu lassen. In einigen Landstrichen hing man es über der Tischecke auf, mitunter mit dem Wipfel nach unten. Seinerzeit allerdings sprach man nicht von Weihnachts- oder Christbäumen, sondern von „fruchtbaren Paradies- oder Maienbäumchen“.

Im Jahre 1812 vermerkte der Volkskundler Čeněk Zivrt: „Was Böhmen betrifft, hält sich in Prag die Behauptung, in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts habe irgendein Schauspieler (der beliebte Regisseur des Ständetheaters Papa Liebich war es) seinen Gästen an Weihnachten eine Überraschung versprochen. Nach dem Abendessen öffnete er eine Tür, und im Raum erstrahlte und glitzerte ein feierlich geschmückter Baum. Dieser habe angeblich allgemeines Gefallen und Verbreitung bei reichen Leuten gefunden, aus deren Haushalten sei er weiter unters Volk draußen gelangt.“

1816 wurde ein kerzenbeleuchtetes Weihnachtsbäumchen in Österreich bei Hofe eingeführt. 1820 übernahmen man diesen Brauch auch in den Adelspalästen Prags, was gleichzeitig in Dänemark und Norwegen an den Königshöfen geschah. 1825 erinnerte Jan Neruda an seine Kindheit auf der Prager Kleinseite: „...Ein Bäumchen wurde für mich nicht geschmückt, wir hatten eine Krippe.“ 1830 kennt in England die 16-jährige Prinzessin Victoria das Bäumchen, das damals auch in Ungarn und Italien reiche Familien erreichte; ebenso wurde eines in der Münchener Residenz angezündet. 1840 kommt es „angeblich“ erstmals nach Paris, allerdings ist es in Frankreich bis heute noch nicht überall verbreitet. 1850 versprechen deutsche Zeitungsinserate, bei Konzerten, Bällen und Unterhaltungsveranstaltungen zur allgemeinen Freude herrlich geschmückte Weihnachtsbäume zu bieten, sie durften zwischen elf und zwölf Uhr abends von den Gästen eigenhändig abgepflückt werden. 1850 bis 1870 war das Bäumchen in vornehmen europäischen Winkeln so verbreitet, dass E. T. A. Hoffmann die weihnachtlichen Feierlichkeiten in sein Gedicht vom Nussknacker und dem Mäusekönig einbringen konnte; Goethe hatte sich bereits ein Jahrhundert früher in den „Leiden des jungen Werther“ seines ersten Weihnachtsbaumes in Frankfurt erinnert. 1870/71 kam es im Verlauf des deutsch-französischen Krieges wahrscheinlich zur größten Verbreitung des Weihnachtsbaumes: Am Heiligen Abend des Kriegswinters leuchteten auf Wunsch aristokratischer Offiziere in den Lazaretten, Unterkünften und Frontstellungen Weihnachtsbäume auf, mit der Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kämpfe. Die Soldaten dann sollten dafür sorgen, dass auch im Kreise ihrer Familien möglichst bald Bäumchen wie in einem kaiserlichen Schloss leuchteten. Das Symbolwort des Friedens: „Friede sei den Menschen guten Willens“ (Zitat muss noch gesucht sein!!!) behielt seine Bedeutung bis in die beiden Weltkriege. 1866 schließlich wurde der gusseiserne Weihnachtsbaumständer patentiert. 1870 erfand Justus Liebig aus Morchenstern bei Gablonz die inwendige Versilberung geblasenen Glasschmucks, die man bis dahin aufwändig, gesundheitsschädigend vergoldet beziehungsweise versilberte; der traditionelle Weihnachtsschmuck war geboren. 1882 leuchteten in Amerika die ersten elektrischen Weihnachtskerzen auf; die Entwicklung des klassischen Weihnachts- oder Christbaums war abgeschlossen.

Tableau 6

Adventsvitrine

Im Jahr 1833 ließ in Hamburg der evangelische Pfarrer Johann Hinrich Wichern erstmals einen hölzernen Lüster mit 23 Leuchten aufhängen: mit 19 kleinen roten Leuchten für die Wochentage, mit vier stärker leuchtenden weißen für die Sonntage bis Weihnachten.

Mit der Zeit übernahm diese weihnachtliche Art auch die katholische Kirche, die ihre liturgischen Farben hinzufügte: drei violette Leuchten für den ersten, zweiten und vierten Adventssonntag, eine rosafarbene Leuchte für den dritten. Der aufwendige Lüster wurde durch den Adventskranz mit Kerzen ersetzt. Letzterer erfuhr gelegentlich eine Ausschmückung mit goldenen und roten Bändern, den Farben des Lichts und der vitalen Kraft, wonach sich die Menschen in den langen Wintermonaten sehnten.

Um den Kindern das gespannte Warten auf die Bescherung während der langen Adventswochen zu verkürzen, malten die Eltern 24 Striche an die Türen, sodass die Kinder jeden Tag einen Strich wegwischen konnten. Auf diese Weise näherte sich ihnen Heilig Abend buchstäblich.

Um das Jahr 1850 werden die ersten gedruckten Adventskalender vermerkt, auch „Weihnachtsuhren“ genannt. Der Adventskalender weist 24 Fensterchen der Erwartung des Heiligen Abends mit seinen Törchen auf, was es den Kindern erlaubt, vom 1. bis zum 24. Dezember eines nach dem anderen zu öffnen. In den Fensterchen befinden sich verschiedene Bildchen, kurze Verse oder winzige Süßigkeiten.

Den Adventskranz, als Backgeflecht, beschrieb Božena Němcová folgendermaßen: „Das Geflecht sieht aus wie ein Zuckerhut. Auf einem runden, mit farbigem Papier umlegten Brettchen liegt ein aus gutem Teig gebackener Kranz, in dem Stäbchen stecken, ungefähr eine Viertelelle lang, denen wiederum kleinere Kränze aufgesteckt sind, meinetwegen fünf oder sechs, kleiner und kleiner werdend. An die Stäbchen sind zusätzlich Pflaumen, Rosinen und andere Naschereien gefügt. Auf der Spitze dann Rosmarin und bunte Schleifen.“

Zur Gewohnheit hat sich adventisches Zusammenkommen innerhalb der Familie und mit Freunden, wo man sich beim Kranz mit den angezündeten Kerzen unterhält, singt und etwas vorliest, das Kommen von Jesus Christus in freudiger Erwartung, erst nach dem Zweiten Weltkrieg verdichtet.

Tableau 7

Weihnachtspyramiden

Ursprünglich setzte sich die Weihnachtspyramide aus Holzstäben zusammen, die zeltartig zu einer Spitze mit oben zusammengeschnürten Holzstäben gefügt waren, die Stäbe umwickelt mit Zweigen oder Buntpapier. Manchmal auch waren sie durch Äpfelchen verbunden, Apfel als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. Die Weihnachtspyramiden fehlten auf keinem böhmischen Weihnachtsmarkt. Behängt mit Flitterschmuck und mit Süßigkeiten, versehen mit Kerzen unterschiedlichster Formen, so dienten sie da und dort als Ersatz für den Weihnachtsbaum.

Die Reihung der Kerzen von unten bis zur Spitze wurde erstmals im Jahr 1716 beschrieben, genutzt auch für Kristalllüster, die man auf den Bescherungstisch stellte. Nach den Feiertagen, wenn die Beinchen wieder montiert waren, hing man die Kristallpyramiden wieder an die Decke. Dank der Erfindung billiger böhmischer Glasperlen aus Gablonz gelangten die Pyramiden bis in Bestelmeiers Versandkatalog aus dem Jahr 1803.

Die Sehnsucht unserer erzgebirgischen Nachbarn nach Licht während der Arbeit unter Tage führte angeblich zum Entstehen der hölzernen Lichtpyramide, die in ihrer Silhouette dem Weihnachtsbaum ähnelte. Auf dem böhmisch-sächsischen Gebiet fanden sich viele Pyramidenvarianten: Man nannte sie „klausici“ (Klausner ???), „žehličky“ (Bügeleisen ???), „jablíčka“ (Äpfelchen ???), „obruče“ (Reifen ???) und „metly“ (Ruten ???). An Weihnachten fanden solche Pyramiden auf den Weihnachtsmärkten tausendfachen Absatz. In Böhmen steckte man mancherorts auch Schmuckstäbchen trichterförmig in erdgefüllte Blumentöpfe, die obenauf mit Reisig oder Buchsbaum bedeckt waren.

In mehrstöckige, präzis gebaute Pyramiden, angetrieben von „Mühlrädern“, deren Schaufeln die aufsteigende Kerzenwärme in der Art einer Windmühlenart bewegten, waren Jagdszenen, biblische Szenen von der Geburt Christi und der Flucht nach Ägypten, von Engelszügen sowie Geschehnissen aus dem Leben der Bergleute unter und über Tage platziert. In Gärtchen, mit Moos ausgelegt, stellte man Tierchen aus dem Paradiesgarten, natürlich auch Adam und Eva. Von 1840 bis 1905 wurden Weihnachtspyramiden nicht mehr nur manuell, sondern bereits auch industriell hergestellt und pro Jahr tausendfach verkauft.

Weihnachtspyramiden, wo sie beliebt sind, finden ihren Platz oft neben dem Christbaum. Der Blick auf das „vuveln“ (Wuweln???), dieses magische Lichtspiel, von den Luftschaufelchen an die Decke geworfen, gemahnt uns zur Weihnachtszeit an Gefühle, die unsere Vorfahren beim blickverhaftenden „vuveln“ sinnierend empfanden.

Tableau 8

Weihnachtsschmuck allgemein

Sehen wir von den Papierrosen ab, darf gesagt sein, dass der Bäumchenschmuck einst nur aus Verzehrbarem bestand: Äpfel mit „roten Bäckchen“, Nüssen, Datteln, Oblaten, Brezerln, Männchen, Adam und Eva händchenhaltend aus Honig-, Haselnuss- oder Lebkuchenteig. Süßigkeiten waren früher seltener und kostbarer als heute, die Kinder schauten sie verlangend an, stibitzten sie von der Rückseite des Bäumchens, weil das „Baumschütteln“ erst zu Neujahr oder am Dreikönigstag zu geschehen hatte. Je nach überwiegendem Baumbehang unterschied man Zucker-, Rosinen-, Nuss- und Lebkuchenbäumchen, garniert mit Feigen, Dörrpflaumen, Weintrauben, Birnen, Esskastanien, gebrannten Mandeln oder Zuckerzeug in Buntpapier. Alles, was im Kerzenlicht erstrahlte - es war zum Essen!

In den böhmischen Ländern schmückte man den Weihnachtsbaum auch mit ausgeblasenen Eiern, weißbelassen oder vergoldet, nicht selten zu Ketten gereiht. Vergoldet wurden auch Kartoffeln, Tannenzapfen, verschiedene Obstsorten und Nüsse. Diese wurden auf Speile gespießt und, mit Gummiarabikum bestrichen, mittels „Goldplättchen“ für künftige Schmuck­stücke bereitet, mit Plättchen, die aus Blei oder Zinn zwischen Pergamentpapier fein herausgehämmert wurden, in Wassermühlen auf „Hammern“, merke den Ortsnamen Hammer am See. Ein Weihnachtsbäumchen musste glänzen, funkeln, glitzern, blenden - bis einem die Augen übergingen.

Mit der Zeit verringerte sich der essbare Baumschmuck. Fremdländisches Obst verdarb schnell, und die in speziellen Glasbehältern für Weihnachten gelieferten Orangen, Bananen, Weintrauben und Birnen konnte sich nicht jedermann leisten. Es vermehrten sich die Schmuckmöglichkeiten aus Buntpapier, Reisern und Stroh. Geflochten wurden Körbchen und Kränze, komplizierte Sterngebilde, aus Baumwolle gehäkelte Täschchen, kleine Netze zum Füllen mit Süßigkeiten, weiters Wachsfiguren oder glänzenden Kristallen des Alaunsteins.

Kinder schnitten und klebten farbige Papierketten und Himmelsleitern, genannt Jakobsleitern. 1878 erscheint das Buch „Anleitungen zum Baumschmuck für geschickte Hände“. Zur häuslichen Herstellung konnte man Kartons, aus denen bunte Spielkarten und Verzierungen in Form von Trommeln, Bügeleisen, Lämpchen und Lampions erwerben, sodann Tüten und verschiedene Behälter zum Öffnen, hier Köfferchen, Schächtelchen und Täschchen zum Füllen mit Naschwerk.

 

Tableau 9

Glas

Die Anfänge der Gebrauchsglasherstellung, in Böhmen ausgehend vom deutschsprachigen Ober-Kreibitz/Horní Chřibská, sind historisch mit den analogen Anfängen im benachbarten Sachsen, im Thüringer Wald und an der Lausche verknüpft. Zur Erzeugung kleinerer Glasgegenstände reichte es, zu Hause einen Brenner zu haben, genannt Lampe. Durch Blasen wurde ein zum Glühen gebrachtes Glasröhrchen bei Flamme aus Rübenöl oder Paraffin zu einem Perlchen gerundet. Ein Blasebalg unter den Arm geklemmt, eigentlich Hilfsmittel des Schmieds, erleichterte dem Glasbläser die Arbeit. Dem Heimwerker halfen auch seine Kinder. Sie knüpften Metallhütchen an die Schmuckstücke zum Aufhängen oder sie wickelten diese in Papier und packten sie dutzendweise in Kartons.

Im Jahre 1845 füllten Glasmacher einer Gablonzer Hütte geblasene „Fischperlen“ mit Wachs, damit sie wie echte aussahen. Die so gewonnenen Kügelchen für die Weihnachtsbäumchen versilberten sie in einem giftigen Prozess mit Blei. Aus Buntglas wurden auch große dickwandige „panoramatische“ Kugeln für Hausgärten erzeugt; die kleineren unter ihnen, „biedermeierliche“, mit Messinghütchen und Kringeln versehen, taugten als Bäumchenschmuck. Mehrteilige Schmuckstücke, beispielsweise Figürchen mit modellierten Gesichtern, blies man mit Hilfe hölzerner oder gipsener Halbformen. Mit einem Holzdorn drückten die Glasmacher Vertiefungen in glühende Kugeln, die das Kerzenlicht reflektorartig zurückwarfen; man nannte sie „reflexní“ (Reflexkugeln???).

Aus dem Jahr 1848 liegt erstmalig eine Bestellung „6 Dutzend Weihnachtskugeln in drei Größen“ vor; wenig später empfahl ein Zeitungsinserat 300 verschiedene Verschönerungsmöglichkeiten für Weihnachten. 1860-70 gelang gläsernes Obst, mit Zetteln aus Wachspapier beklebt in den Verkauf; davor hatte man sie in Schaufenster der Feinkostgeschäfte gelegt; es kamen glasgeblasene Vögel, Musikinstrumente, Figuren und Häuschen aus Watte hinzu, sogar Rüben, Kartoffeln und Gurken. 1867 führten die Hütten an der Lausche Leuchtgas ein; die sehr heiße, regulierbare Gasflamme ermöglichte es, nun auch in den Haushalten dünnwandige Schmuckstücke zu fertigen. 1870 ersetzte Justus Liebig aus Morchenstern bei Gablonz das giftiggefährliche Versilbern mittels Blei durch ungefährliches Silbernitrat; seine Methode wird bis heute in der Welt angewandt.

Oberflächenmattierung der Schmuckstücke erlangte man durch ein Gelatinebad. Die Gelatine ermöglichte es auch, auf den Gegenständen Eisblumen wie der Winterfrost an Fensterscheiben hervorzuzaubern. Schmückende Gegenstände tauchte man auch in Anilin-Farben, beklebte sie mit „venezianischem Tau“ oder mit anderen tautropfengroßen Kügelchen. Oder sie waren mit Glassplittern verzierbar, festgeklebt mittels Säure. Fertige Schmuckstücke erhielten mitunter zusätzlich schmückende baumwollene Chenille, Wollezotteln, Seidenfransen oder Lyoner Spiralfederchen. Für Schmetterlingsflügel, Vogelschwänzchen und Kometen vermochten die Glasmacher aus erhitzten Glastropfen gläserne Fäden zu spinnen. Aus „Glasseide“ ondulierte man Haarschöpfchen für Feen und Engel.

Hohle, locker geblasene Tiere, zumeist Rehlein, Hirschlein mit Geweihen oder Füchslein wirkten an den Bäumchen wie kleine Kunstwerke. Sie kamen aus Deutschland, Böhmen, Österreich und sogar aus Japan auf die Märkte.

Die böhmisch-deutschen Gablonzer Schmuckstücke unterschieden sich bereits seit dem vorvergangenen Jahrhundert gestalterisch von den „reichsdeutschen“. Ein umfangreiches Sortiment, bestehend beispielsweise aus zwei bis vier Zentimeter lange Farbglasröhrchen oder aus Glasruten gestanzte „Guillotinen“ oder aus hunderterlei verschiedenen Formen und Farben regten die Volkskunst an. Aus ihr heraus entstanden hohlgeblasene Perlen und Kristalle, es entstanden wie aus Baukästen zusammengestellte phantastische Formen, Phantasieformen bei Sternchen, Körbchen, Lämpchen und kleinen Leuchtkörpern, schließlich Kutschen, Roller, Käfige mit Vögeln und dutzendweise Zartschmückendes für die Kinderwelt.