sui generis

Ivan Steiger wurde bekannt und berühmt als poetischer Cartoonist. Neben dem Zeichner gab es aber auch immer den Autor, den bei Milan Kundera geschulten Film- und Fernsehdramaturg, den Drehbuchautor sowie den ingeniösen Liebhaber und Kenner von Spielzeug und Herrn über zwei Spielzeugmuseen in München und Prag.

Dass er seit vielen Jahren – von der Öffentlichkeit lange unbemerkt – auch Maler ist, belegt diese Publikation aufs Schönste. Eduard Beaucamp, Autor und langjähriger Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hat Steigers Arbeiten bei einer Ausstellungseröffnung so beschrieben: „Natürlich ist Steiger nicht allein auf der Welt und erfindet die Malerei nicht neu. Er erinnert sich – ein Bruder im Geiste und in der Seele – vieler Künstler und bereitstehender Bildsprachen: von der Höhlenmalerei über die Bildrituale der Naturvölker, der Kunst der Kinder bis zu den zeitgenössischen Spielformen des Skripturalismus. Steiger mischt sich ungezwungen, manchmal geradezu übermütig in den Chor der Bildpoeten, der Klee, Miró und Twombly, der Künstler der Cobra-Gruppe, auch von Penck, mit dem Steiger manche Erfahrungen der inneren Emigration und die daraus entwickelten bildlichen Verschlüsselungsmethoden teilt.“

Machen wir uns also auf die Erkundungsreise durch Steigers Bilder, in denen sich der Künstler „mal flüsternd und huschend, mal auch monumental und mit geradezu rhetorischem Gestus seine Botschaften, Leidenschaften und Lebenserfahrungen von der Seele“ schreibt.